Ich habe Shiatsu beim heurigen ARS Festival angeboten. Es schien mir die ideale Ergänzung für das aufregend tosende und flackernde Medienkunstspektakel. Außerdem schlug ich damit eine Brücke zu meinem ursprünglichen Studienfach Digitale Medien in Hagenberg. Einige Besucher tasteten sich vorsichtig in die kleine Postcity-Kemenate, in der ich mit meinen Kollegen arbeitete, nicht ganz sicher, was hier passierte und dass hier tatsächlich richtiges Shiatsu angeboten wurde.

Nach einer viertel- bis halbstündigen Auszeit von der multimedialen Fülle konnten sie sich wieder frisch ins Getümmel stürzen und das Festival weiter in vollen Zügen genießen.

Und da war auch ein ganz interessierter Besucher, der während einer Behandlung ganze nahe an die Matte herantrat, offensichtlich fasziniert und berührt von der geheimnisvollen Ruhe. Leise erkundigte er sich, ob das auch Kunst war, was wir hier machten. Ich nickte nur.

Marco Lehner