Zitierte Texte

Nachdem wir endgültig das Ziel aus den Augen verloren hatten, verdoppelten wir die Anstrengungen.

Mark Twain


Ja, renn nur nach dem Glück
doch renne nicht zu sehr
denn alle rennen nach dem Glück
das Glück rennt hinterher.

Bertolt Brecht, Dreigroschenoper


Knowing your own darkness is the best method of dealing with the darknesses of other people.

Carl Gustav Jung


Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.


Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.

Albert Einstein


Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Kraft und Wahrheit fehlt.

Goethe, Torquato Tasso, 1807. 4. Akt, 4. Szene, Antonio zu Tasso


Wer in Eile ist, zeigt damit, dass die Sache, mit der er sich befasst, zu groß für ihn ist.

Lord Chesterfield, Briefe an seinen Sohn (1749)


Es sind nicht immer die Lauten stark, nur weil sie lautstark sind. Es gibt so viele, denen das Leben ganz leise viel echter gelingt.

Konstantin Wecker


Über die Dörfer
von Peter Handke

Spiele das Spiel.
Gefährde die Arbeit noch mehr.
Sei nicht die Hauptperson.
Such die Gegenüberstellung.
Aber sei absichtslos.
Vermeide die Hintergedanken.
Verschweige nichts.
Sei weich und stark.
Sei schlau, lass dich ein
und verachte den Sieg.
Beobachte nicht, prüfe nicht,
sondern bleib geistesgegenwärtig
bereit für die Zeichen.
Sei erschütterbar.
Zeig deine Augen,
wink die andern ins Tiefe,
sorge für den Raum
und betrachte einen jeden in seinem Bild.
Entscheide nur begeistert.
Scheitere ruhig.
Vor allem hab Zeit und nimm Umwege.
Lass dich ablenken.
Mach sozusagen Urlaub.
Überhör keinen Baum und kein Wasser.
Kehr ein, wo du Lust hast,
und gönn dir die Sonne.
Vergiss die Angehörigen,
bestärke die Unbekannten,
bück dich nach Nebensachen,
weich aus in die Menschenleere,
pfeif auf das Schicksalsdrama,
missachte das Unglück,
zerlach den Konflikt.
Beweg dich in deinen Eigenfarben,
bis du im Recht bist
und das Rauschen der Blätter süß wird.
Geh über die Dörfer.
Ich komme dir nach.

(aus: „Über die Dörfer, Rede der Nova“, Peter Handke)


In dem Augenblick, in dem man sich endgültig einer Aufgabe verschreibt, bewegt sich die Vorsehung auch. Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären, geschehen, um einem zu helfen. Ein ganzer Strom von Ereignissen wird in Gang gesetzt durch die Entscheidung, und er sorgt zu den eigenen Gunsten für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle, Begegnungen und materielle Hilfen, die sich kein Mensch vorher je so erträumt haben könnte. Was immer Du kannst, beginne es. Kühnheit trägt Genius, Macht und Magie. Beginne jetzt.

(Johann Wolfgang von Goethe)


Ein Meister der Lebenskunst zieht keine scharfe Trennlinie zwischen Arbeit und Spiel, Anstrengung und Muße, Geist und Leib, seiner Ausbildung und seiner Erholung. Er vermag beides kaum zu unterscheiden. Er verfolgt einfach bei allem, was er tut, seine Vorstellung von Vortrefflichkeit und überlässt es anderen zu beurteilen, ob er arbeitet oder sich vergnügt. In seinen Augen tut er immer beides.

(Francois-René de Chateaubriand)